Der Neubau der Talbrücke Bergen kommt planmäßig voran

14. August 2013

Die Talbrücke Bergen, die sich im Abschnitt Grabenstätt – Reichhausen der Bundesautobahn A8 Ost München – Salzburg befindet, wird mit einer Gesamtbauzeit von ca. 4 Jahren unter voller Aufrechterhaltung des Verkehrs erneuert. Dazu werden unter Abbruch des Bestandes zwei getrennte Überbauten erstellt; die Gesamtstützweite eines jeden Überbaus beträgt 364 m, die Brückenfläche liegt insgesamt bei 14014 m². Die Kosten für das neue Bauwerk liegen bei ca. 20 Millionen €, für den Abbruch bei ca. 3 Millionen €.

Im Rahmen dieser Baumaßnahme wurde mit Baubeginn ab Mai 2010 der erste der beiden Überbauten nördlich des Bestandsbauwerkes errichtet und nach Abschluss der Streckenbaumaßnahmen Mitte 2012 dem Verkehr für beide Fahrtrichtungen übergeben. Anschließend erfolgte der Abbruch des Bestandsbauwerkes.

Der südliche Überbau des neuen Bauwerkes, der in etwa an der Stelle der alten Brücke zu liegen kommt, wird im Moment hergestellt. Nach Verkehrsübergabe des südlichen Überbaus 2014 werden die beiden Fahrtrichtungen auf je einen Überbau verteilt.

Zum aktuellen Projektstand ist mit 8 von 14 Takten (Stand Mitte August 2013) bereits über die Hälfte des südlichen Überbaus produziert. Pro Takt werden durchschnittlich ca. 2 Wochen für Betonage, Vorspannung und Verschub aus der Schalung benötigt.

Die Herstellung der bis zu 30,5 m langen Überbauabschnitte erfolgt am höher gelegenen östlichen Widerlager. Der mit jedem neu anbetonierten Abschnitt (‚Takt’) länger werdende Überbau wird bergab über spezielle Gleitlager auf den bereits fertig gestellten Pfeilern zum westlichen Widerlager hin verschoben.
Im vorliegenden Längsgefälle von 4,4 % muss der Überbau gegen die Hangabtriebskraft festgehalten und kontrolliert abgelassen werden.
In der Endphase nach Herstellung aller 14 Takte beträgt das Gesamtgewicht des Überbaus ca. 160 MN (entspricht ca. 16.000 Tonnen). Die daraus resultierende Abtriebskraft wird durch eine hydraulische Anlage in Kombination mit zusätzlichen Festhaltungen aus Spannlitzen aufgenommen und über das östliche Widerlager in den Baugrund abgeleitet.

Das Baugeschehen kann mithilfe einer Webcam, die ständig aktualisierte Bilder liefert, verfolgt werden. Das aktuelle Webcambild finden Sie hier.

Die Zeitspanne von ca. 2 Wochen, die für einen ‚Takt’ - einen Abschnitt der Brücke - benötigt wird, beinhaltet das Betonieren mit Erhärtung des Betons, das Aufbringen der Vorspannung und schließlich das Herausschieben aus der Schalung des Taktkellers. Der jeweilige Folgetakt wird dann an das Ende des vorhergehenden Taktes anbetoniert.