Wettbewerbsbeitrag für Fußgängerbrücke am Klinikum Traunstein

25. April 2012

Die Haumann & Fuchs Ingenieure AG wurde als eines von vier Architektur- und Ingenieurbüros von der Kliniken Südostbayern AG aufgefordert, am Architektenwettbewerb für die Entwurf einer Fußgängerbrücke am Klinikum Traunstein teilzunehmen.

Basierend auf dem Grundgedanken einer stilisierten „Lebensader“ und dem Logo der Kliniken Südostbayern – als Herzschlag und zugleich als Berggipfel interpretiert – wurde eine abgespannte Konstruktion mit zwei versetzten Pylonen als „Spitzen“ und „rundem“ Brückenquerschnitt entlang der Bauwerksachse entworfen.

Der erarbeitete Entwurf sieht für das Haupttragsystem eine Schrägseilkonstruktion vor, die als Brückenüberbau einen abgespannten, geschweißten Stahlhohlkasten verwendet, der als Gehwegplatte und zudem statisch als Versteifungsträger dient. Die beiden Stahlpylone aus gewalzten Kreishohlprofilen sind entlang der im Grundriss gekrümmten Bauwerksachse versetzt angeordnet und bieten so aus nahezu jeder Perspektive das Bild zweier Spitzen.

Entsprechend den Wettbewerbsvorgaben ist eine Überdachung ohne seitliche Einhausung vorgesehen. Als Überdachung wurde eine Membran aus selbstreinigendem PTFE (Teflon) gewählt, die zum einen über eine Klemmkonstruktion an der Unterseite der Stahlrippenbögen aus Walzprofilen befestigt wird. Zum anderen verfügt die Membran im Bereich zwischen den Bögen beidseitig je über einen Stahlzugstab mit entsprechender Entwässerungsmöglichkeit.

Am südlichen Bauwerksende geht der tragende Stahlquerschnitt bei durchlaufender Membranüberdachung in eine Rampe aus Stahlbeton über. Sowohl für die im Handlauf montierte Grundbeleuchtung als auch für die farbig gestaltete Effektbeleuchtung der Pylone kommen Leuchtmittel mit modernster LED-Technik zum Einsatz.

Der Entwurf der Haumann & Fuchs Ingenieure AG kommt nicht zur Ausführung.